
Nach den beiden Auslandsgastspielen in Österreich und den Niederlanden kommt die DTM nach Hause: Am Wochenende vom 19. bis 21. Juni steigt auf dem DEKRA Lausitzring das dritte Rennwochenende der Saison 2026 – der Deutschland-Auftakt der Traditionsserie. Und er trifft auf eine Meisterschaft, die enger kaum sein könnte. Wir liefern die analytische Vorschau mit Streckenprofil, aktueller Tabellenlage und einer ehrlichen Wett-Einordnung.
Der DEKRA Lausitzring: eine Strecke wie keine zweite

Der Lausitzring ist im DTM-Kalender ein Sonderfall. Auf dem Gelände eines ehemaligen Braunkohle-Tagebaus zwischen Berlin und Dresden errichtet und im Jahr 2000 eröffnet, diente die Anlage einst sogar als IndyCar-Strecke. Heute fährt die DTM eine rund 3,44 Kilometer lange Variante, die teils durch das Tri-Oval mit seinem rund zehn Grad steilen Banking und teils über einen Rundkurs im Infield führt. Diese Kombination aus Steilkurve und winkeligem Infield gibt es so kein zweites Mal in der Serie.
Genau das macht den Kurs für die Fahrer so anspruchsvoll. Die ersten beiden Sektoren sind eng und winkelig, während der dritte Sektor deutlich schneller ist – ein abrupter Charakterwechsel, der das Set-up zur Gratwanderung macht. Dazu kommen heftige Bodenwellen und ein Asphalt, der vergleichsweise wenig Grip bietet. Wer hier das richtige Gleichgewicht zwischen Abtrieb für das langsame Infield und Stabilität für die schnellen Passagen findet, hat einen echten Vorteil. Die imposante Steilkurve vor Start und Ziel sorgt zudem regelmäßig für spektakuläre Bilder – und enge Schlussphasen.
| Detail | Wert |
|---|---|
| Event | DTM Lausitzring 2026 (3. Rennwochenende) |
| Termin | 19.–21. Juni 2026 |
| Rennen 1 | Samstag, 20. Juni, 13:30 Uhr MESZ |
| Rennen 2 | Sonntag, 21. Juni, 13:30 Uhr MESZ |
| Strecke | DEKRA Lausitzring (Klettwitz), ca. 3,44 km |
| Besonderheit | Tri-Oval-Banking (~10°) plus Infield-Rundkurs |
| Übertragung | ProSieben, ran.de, Joyn |
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Die Ausgangslage: eine Meisterschaft auf Messers Schneide
Nach vier von 16 Rennen reist Maro Engel als Tabellenführer an. Der Mercedes-AMG-Pilot des Teams WINWARD hat mit 67 Punkten ein kleines Polster, vor allem dank seiner Konstanz inklusive eines Sieges im zweiten Spielberg-Lauf. Doch das Polster ist dünn: Sein Markenkollege Lucas Auer (Landgraf-Mercedes) lauert mit 61 Punkten direkt dahinter, und der zweimalige Champion Marco Wittmann (Schubert-BMW) hält als Tabellendritter mit 52 Zählern Anschluss.
Was diese Saison so reizvoll macht, ist die enorme Ausgeglichenheit: In den ersten vier Rennen feierten vier verschiedene Fahrer aus vier verschiedenen Marken den Sieg – Porsche, Mercedes-AMG, BMW und Ferrari standen jeweils ganz oben. Ein wesentlicher Treiber dieser Dichte ist der seit dieser Saison neue, exklusiv von Pirelli gefertigte Einheitsreifen, der frühere Erfahrungsvorteile einzelner Teams weitgehend egalisiert hat. Zum erweiterten Favoritenkreis am Lausitzring zählen daher neben dem Spitzentrio auch Thomas Preining (Porsche), Mirko Bortolotti (Lamborghini), Ricardo Feller (Porsche) und der zurückgekehrte Kelvin van der Linde (BMW).
Was die Strecke für das Wochenende bedeutet
Der Lausitzring hat zuletzt regelmäßig für Drama gesorgt. Im Vorjahr endete der Sonntagslauf in einem Fotofinish, als gleich drei Fahrer in der letzten Runde um den Sieg rangen – ein Beleg dafür, wie eng es auf diesem Kurs zugehen kann. Für die diesjährige Konstellation heißt das: Auf einer Strecke, die kein Team klar bevorzugt, und mit einem Reifen, der alle auf ein ähnliches Niveau zwingt, ist der Ausgang besonders offen.
Realistisch betrachtet gehen die beiden Mercedes-Piloten Engel und Auer als Tabellenführende und formstärkste Fahrer ins Wochenende, aber der atypische Streckencharakter ist ein Gleichmacher. Gerade die Kombination aus winkeligem Infield und schnellem Banking kann Teams belohnen, die anderswo nicht vorn waren. Wittmann wiederum ist als zweifacher Champion auf deutschem Boden nie zu unterschätzen.
Wett-Einschätzung: Ausgeglichenheit ist Chance und Risiko
Für Wettende ist diese Konstellation zweischneidig. Einerseits gibt es keinen dominanten Favoriten mit kurzer, vermeintlich sicherer Quote – Siegwetten sind dadurch riskanter. Andererseits eröffnet genau diese Dichte Value: Fahrer, die im Markt unterschätzt werden, aber zum Streckenprofil passen, können attraktiv quotiert sein. Der entscheidende Hebel am Lausitzring ist die Startaufstellung, denn Überholen ist auf dem winkeligen Infield nicht trivial. Deshalb gilt: Eine seriöse Quoten-Einschätzung ergibt erst nach dem Qualifying am Renntag Sinn – vorher ist zu viel offen.
Grundsätzlich bleibt die Motorsport-Regel bestehen: Kurze Siegquoten bieten wegen des realen Ausfall- und Unfallrisikos wenig Sicherheitspuffer, und gerade auf einer drama-anfälligen Strecke wie dieser ist das ein ernstzunehmender Faktor. Wer wetten möchte, fährt mit Podest- oder Duell-Märkten oft durchdachter als mit der reinen Siegwette. Eine konkrete Tipp-Analyse mit aktuellen Quoten liefern wir nach dem Qualifying.
Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe und Beratung gibt es kostenlos und anonym bei der BZgA unter 0800 1 37 27 00 sowie auf check-dein-spiel.de. Teilnahme ab 18 Jahren.
Quellen: ProSieben/ran, motorsport.com, Motorsport-Total, Speedweek, Motorsport-XL, eigene Recherche und Analyse (Stand 13.06.2026). Tabellenstand nach vier Rennen, Quoten ohne Gewähr.






